dialogisch - existentiell - politisch

Tätigsein

Eine existenzphilosophische und phänomenologisch geprägte Haltung kommt ohne Tätigsein nicht aus.

sich Begegnen - sich Bilden - sich Begleiten

Dies sind die Drehpunkte unseres Selbst-Verständnisses.
Sich zu begegnen braucht Räume, die kreativen Austausch ermöglichen: Raum geben und Raum nehmen, Raum teilen und Raum gestalten als Resonanzboden der Begegnung.
Sich selbst zu bilden ist viel mehr als die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen. Sich zu bilden heißt, seinen Erfahrungshorizont durch Andere berührbar werden zu lassen und sich von erfahrenen Weltausschnitte treffen zu lassen. Bildung heißt demnach ein Anderer zu werden.
Begleiten stellt die hohe Kunst menschlicher Begegnung dar, die von einer Sorge-für sich und einer Sorge-für Andere geleitet ist (Ästhetik der Existenz).

„Therapie ist doch selbst eine Kunst. Sie ist viel mehr Kunst als Wissenschaft. Sie erfordert sehr viel Empfindsamkeit und Eingebung, und ihr Blick aufs Ganze birgt eine ganz andere Qualität als der atomistische Ansatz der Assoziationstechnik. Als Künstler geht man ganzheitlich vor. Und als guter Therapeut muss man das auch können.“ (Lore Perls)

„Ein Kunstwerk ist immer die Integration von Bestandteilen, die zuvor andersartig, unterschiedlich und teilweise unverträglich waren, zu einer neuen Ganzheit, in der sie nun einen sinnvollen Platz einnehmen. Das kann eine mathematische Formel sein oder ein Gedicht, eine Kurzgeschichte oder ein Tanz ...“ (Lore Perls)