dialogisch - existentiell - politisch

Anklang

Die Gestalttherapie hat viele Strömungen des beginnenden 20. Jahrhunderts in sich aufgenommen. Die Existenzphilosophie Paul Tillichs, die dialogische Philosophie Martin Bubers, die Phänomenologie Edmund Husserls, die Gestaltpsychologie Ademar Gelbs und Kurt Wertheimers, die organismische Theorie Kurt Goldsteins  sind neben der Psychoanalyse die maßgeblichen Einflüsse, die durch Lore Perls in die Gestalttherapie geflossen sind. Es ist Lore Perls und der von ihr geprägte Ostküstenstil, der unser Verständnis von Gestalttherapie prägt. Und so sind es vor allem die existenzphilosophischen, phänomenologischen und leiborientierten Ansätze der Gestalttherapie, die uns zum Leben primär einen existenziellen Zugang ermöglichen. Die geisteswissenschaftlichen Einflüsse auf die Gestalttherapie sind hauptsächlich auf Lore Perls zurückzuführen. Der phänomenologische, existenzphilosophische Hintergrund im Sinne von Lore Perls geben der Gestalttherapie ihre spezifische erfahrungs- und erlebensorientierte Ausrichtung. Lore Perls selbst bezeichnete dies als Arbeit an der Grenze.

Widerhall

Damit werden Anklänge gesetzt die Ihren Widerhall in einer individuellen Öffnung für die Fragen unserer Existenz finden.
Fragen der Existenz sind niemals theoretischer Natur. Sie finden in den Lebensvollzug Eingang und sind Teil unserer gelebten Leiblichkeit.

Die Auseinandersetzung mit der Existenz ist immer auch eine Auseinandersetzung mit wichtigen Grenzfragen. Entwicklung findet stets an der Grenze statt. Diese Entwicklung zu fördern, braucht eine primär geistes- und sozialwissenschaftliche und leibbezogene Zugangsweise und Perspektive, die auch den Hintergrund betont ("Den Menschen verstehen wir, die Natur erklären wir"; Wilhelm Dilthey). Aus diesen Wurzeln ertönt ein Widerhall, den wir hörbar machen möchten.